Komponisten, die Obertongesang kompositorisch verwenden wollen, ist es mit dem Overtone Analyzer möglich, sich die Hintergründe der Obertonmusik systematisch selbst zu erarbeiten, auch wenn sie obertonunerfahren sind. Nur wenige Berufsmusiker kennen sich mit dem Phänomen des Obertongesangs aus, da an Musikhochschulen Obertongesang derzeit noch nicht gelehrt wird. Die Software unterstützt Komponisten darin, Ambitus, Singtechnik und Zusammenklang der singbaren Obertöne rasch zuzuordnen und kompositorisch umzusetzen. Die Analyse von Aufnahmen gibt Einblicke in die individuellen Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten einzelner Künstler.
Obertonmusikern bietet der Overtone Analyzer wertvolle Hilfen zum Erlernen und Verbessern der Gesangstechnik bis hin zur Entwicklung und Einstudierung komplexer Kompositionen, unterstützt durch das Sehen der eigenen Obertöne und das Vorhören von wechselnden Grund- und Obertönen.
Musiktheoretikern liefert der Overtone Analyzer ein neues Anschauungsmodell der Entwicklung von Tonsystemen und naturtonigen Zusammenhängen in der klassischen Harmonielehre.
Chorleiter erkennen mithilfe des Programms die natürlichen Obertonbezüge in Akkorden und können die Kenntnis nutzen, um die Brillanz des Chorklangs zu verbessern und reine Intonation zu erzielen. Aufnahmen können analysiert werden, um gezielt Klangverbesserungen vozunehmen. Die Klangfarben in Texten können im Idealfall an die Akkordbezüge angepaßt werden, was auch Laienchöre schnell zu einem professionellen Klangbild entwickelt.
Gesangslehrer und Sänger werden durch die Visualisierung der Qualität ihrer Gesangsformanten in der Entwicklung der Stimmbrillanz unterstützt.
Das sind nur einige Beispiele für Anwendungen des Overtone Analyzer. Der Phantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt (der Autor hat z. B. Delphingesänge analysiert, um sie mit Obertönen nachzusingen ...).