Kapitel 3. Quickstart Anleitung

 

Diese Kurzanleitung wird Ihnen zeigen, wie Sie mit Overtone Analyzer Ihre Stimme oder Ihr Instrument aufnehmen und visualisieren können. Wenn Sie noch keine Ahnung haben, was Sie mit Overtone Analyzer machen sollen, ist dies der richtige Ort um anzufangen. Diese Anleitung wird Ihnen auch die wichtigsten Elemente der Benutzeroberfläche der Software vorstellen. Diese Quickstart Anleitung ist nur als kurze Einführung gedacht. Sie finden ausführlichere Beschreibungen von allem in der Programmreferenz .

[Wichtig] Wichtig

Einige der Funktionen, die in dieser Anleitung gezeigt werden, sind nur in Overtone Analyzer Live und Premium verfügbar, aber nicht in der Free Edition . Daher empfehlen wir, dass Sie die Live oder Premium Edition verwenden, um allen Schritten der Anleitung folgen zu können. Sie können eine kostenlose 30-Tage Testversion dieser Edition auf www.sygyt.com herunterladen.

[Anmerkung] Anmerkung

Diese Anleitung ist in verschiedenen Formaten verfügbar:

Online

Sie finde eine Online-Version, die Sie in Ihrem Webbrowser betrachten können, auf unserer Webseite unter www.sygyt.com/de/kurzanleitung .

PDF

Sie können eine PDF-Version des gesamten Handbuchs auf www.sygyt.com/de/support herunterladen.

Video

Eine Videoversion dieses Tutorials findet sich auf www.sygyt.com/de/videos/quickstart-tutorial .

3.1. Vorbereitung

  • Sie haben Overtone Analyzer auf Ihrem Computer installiert.

  • Sie haben ein funktionierendes Mikrofon an Ihren Computer angeschlossen.

Falls Sie das Programm noch nicht installiert haben, oder noch kein Mikrofon haben, finden Sie im Kapitel Systemanforderungen mehr Informationen über das, was Sie brauchen.

3.2. Konfiguration

3.2.1. Einstellungsprofil anwenden

Nun werden wir das Programm für die Aufnahme vorbereiten. Klicken Sie zunächst auf die Profilliste auf der Symbolleiste (das ist die weisse Fläche mit der Aufschrift Profil auswählen ), und wählen Sie dort das Quickstart Profil aus:

Auswahl des Quickstart Profils

Abbildung 3.1. Auswahl des Quickstart Profils

 

Ein Profil auszuwählen ist eine Abkürzung dafür, alle Einstellungen, die in dem Profil gespeichert sind, anzuwenden. Es besteht kein Unterschied darin, ein Profil anzuwenden, oder von Hand durch die entsprechenden Einstellungen zu gehen und diese manuell anzupassen. Nun sollte das Programm so aussehen:

Programm nach Anwenden vom Quickstart Profil

Abbildung 3.2. Programm nach Anwenden vom Quickstart Profil

 

Hier sehen Sie unten die leere Zeitleiste, das Notenlinienfenster und das Klavier auf der linken Seite, und die leere Analyzer Ansicht im Hauptbereich.

Hier ist ein näherer Blick auf die Symbolleiste:

Symbolleistenknöpfe

Abbildung 3.3. Symbolleistenknöpfe

 

3.2.2. Aufnahmequelle auswählen

Nun werden wir sicherstellen, dass Sie vom richtigen Mikrofon aufnehmen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eingangslautstärkeregler auf der Symbolleiste, und überprüfen Sie dass dort das richtige Mikrofon ausgewählt ist. Hier ist ein Beispiel, obwohl das auf Ihrem Computer anders aussehen dürfte, da Sie wahrscheinlich andere Aufnahmegeräte haben:

Auf Eingangsläutstärkeregler rechtsklicken um das Mikrofon auszuwählen

Abbildung 3.4. Auf Eingangsläutstärkeregler rechtsklicken um das Mikrofon auszuwählen

 

3.2.3. Eingangslautstärke einstellen

Klicken Sie nochmals mit rechts auf den Eingangslautstärkeregler und überprüfen Sie, dass die Option Aussteuerung anzeigen ausgewählt ist. Damit wird die aktuelle Eingangslautstärke vom Mikrofon auch angezeigt, wenn Sie noch nicht aufnehmen.

Der Eingangslautstärkeregler bestimmt die Eingangslautstärke der Aufnahmequelle und ist gleichzeitig eine Pegelanzeige. Mit dem Schieber, der sich mit der Maus bewegen läßt, können Sie die Empfindlichkeit der Aufnahme einstellen. Mit den farbigen Streifen im Hintergrund können Sie dabei die Stärke des aufgenommenen Signals überwachen. Wenn Sie nun ein paar Geräusche in Ihr Mikrofon machen, sollten Sie einen Ausschlag der Pegelanzeige sehen.

Es ist sehr wichtig, die Eingangslautstärke richtig einzustellen, damit der Analyzer ein optimales Ergebnis liefert. Wenn die Pegelanzeige in den roten Bereich kommt, sollten Sie die Eingangslautstärke reduzieren, oder den Abstand zum Mikrofon erhöhen. Am besten ist es, wenn die Anzeige im gelben Bereich bleibt:

Eingangslautstärke zu niedrig : Analyzer Anzeige zeigt nur wenig Details an.
Eingangslautstärke zu hoch : Durch die Übersteuerung wird der Analyzer Artefakte im Spektrum anzeigen (das ist viel schlimmer, als wenn die Aufnahme zu leise ist).
Eingangslautstärke optimal : Die Aufnahme verwendet den vorhandenen Dynamikumfang ohne zu übersteuern. Mit dieser Einstellung zeigt der Analyzer die meisten Details an.

Machen Sie ein paar Geräusche und stellen Sie die Eingangslautstärke ein, bis Sie ein starkes Eingangssignal erhalten, was jedoch noch nicht übersteuert ist.

Wenn Sie kein Signal vom Mikrofon erhalten, überprüfen Sie dass es richtig angeschlossen ist, und dass Sie das richtige Mikro ausgewählt haben. Abgesehen davon können manche Geräte nur in Mono aufnehmen, während andere nur in Stereo aufnehmen können. In diesem Fall müssten Sie auf den Einstellungs -Knopf klicken und auf dem Audio-Geräte Dialogfeld die verschiedenen Einstellungen ausprobieren.

3.3. Aufnahme

Nun können Sie mit der Aufnahme beginnen. Klicken Sie auf den roten Aufnahmeknopf auf der Symbolleiste oder drücken Sie Strg-Leertaste um die Aufnahme zu starten. Während der Aufnahme sollten Sie gelegentlich die Pegelanzeige beachten um sicherzustellen, dass die Eingangslautstärke richtig eingestellt ist und nicht zu laut oder zu leise ist.

Machen Sie nun ein paar Töne. Singen Sie z.B. den Vokal 'A' für einen Atemzug. Oder Sie klicken auf eine Taste der Klaviertastatur, hören sie sich an, und versuchen dann, die gleiche Tonhöhe nachzusingen. Füllen Sie einen halben Bildschirm und drücken Sie dann den Stop Knopf oder die Leertaste um die Aufnahme anzuhalten. Das sollte nun etwa so aussehen:

 

Ton auf einer Tonhöhe für einen Atemzug singen

Abbildung 3.5. Ton auf einer Tonhöhe für einen Atemzug singen

 

Die Zeitleiste unten zeigt die Intensität (oder Lautstärke) Ihres Klanges. Die horizontale blaue Linie in der Mitte ist die Tonhöhe Ihrer Stimme. Die vertikale grüne Linie ist der Zeitcursor. Auf der Klaviertastatur leuchtet die Taste auf, die am nächsten an Ihrer gesungenen Tonhöhe an der Stelle des Zeitcursors ist, und das Notenlinienfenster zeigt die gleiche Taste als Musiknote.

3.4. Beispieldatei laden

Um diesem Tutorial leichter zu folgen, können Sie die gleiche Audiodatei laden, die für die hier gezeigten Screenshots verwendet wurde, so dass sie genau die gleichen Screens sehen werden. Klicken Sie auf Hilfe Beispieldatei öffnen und wählen Sie die Datei vibrato_female.ogg .

Nachdem Sie die Datei geladen haben, klicken Sie auf die Profilliste und wählen Sie das Profil Standard Zeitzoom damit Ihre Ansicht mit den folgenden Screenshots übereinstimmt.

3.5. Frequenzbereich zoomen

Beachten Sie dass die blaue Tonhöhenlinie nicht ganz gerade ist, sondern leicht nach oben und unten schwankt. Das liegt am Vibrato der Singstimme. Lassen Sie uns das etwas genauer anschauen. Zeigen Sie mit dem Mauszeiger auf die Frequenzskala und drehen Sie das Mausrad Ihrer Maus. Wenn Sie kein Mausrad haben, zeigen Sie mit der Maus auf die Skala und drücken dann die 1 und 2 Tasten auf Ihrer Tastatur. Damit wird der dargestellte Frequenzumfang vergrößert oder verkleinert (also gezoomt). Wenn Sie etwas hereingezoomt haben, klicken Sie auf die Frequenzskala und ziehen Sie diese mit der Maus nach oben oder nach unten. Dieses Verschieben der Skala ist Scrollen . Zoomen und scrollen Sie den Frequenzumfang bis Sie viel mehr Detail in der Tonhöhenlinie sehen.

 

Frequenz und Zeit mit der Maus zoomen und scrollen

Abbildung 3.6. Frequenz und Zeit mit der Maus zoomen und scrollen

 

Zeigen Sie nun mit der Maus auf die Zeitskala (auch in Abbildung 3.6 gezeigt) und zoomen Sie den dargestellten Zeitbereich (das funktioniert ebenfalls mit den 1 und 2 Tasten auf Ihrer Tastatur). Nun haben Sie also den Frequenzumfang und den Zeitumfang gezoomt, um auf beiden Skalen mehr Details anzuzeigen. Ihr Bildschirm sollte nun ungefähr so aussehen:

Herangezoomte Detaildarstellung der Tonhöhe

Abbildung 3.7. Herangezoomte Detaildarstellung der Tonhöhe

 

Der Zeitbereichsschieber in Abbildung 3.7 ist nun viel schmaler als im vorherigen Bild, weil der Zeitumfang hereingezoomt wurde. Sie können den Zeitschieber in seiner Mitte, da wo der Mauszeiger zu einer Hand wird, mit der Maus greifen und verschieben. Probieren Sie das mal aus. Oder Sie können auch einfach irgendwo auf die Zeitleiste klicken, um den Zeitschieber zu dieser Position zu bringen.

3.6. Kurzzeitansicht

Wir haben bereits beobachtet, dass sich die Tonhöhenlinie auf und ab bewegt. Nun können wir in der Detailansicht den Umfang dieser Bewegung untersuchen. Klicken Sie auf den Zeige Spektrum Knopf (wie in Abbildung 3.8 gezeigt) um die Kurzzeitansicht anzuzeigen:

Auf „Spektrum“ Knopf klicken, um Kurzzeitansicht zu öffnen

Abbildung 3.8. Auf Spektrum Knopf klicken, um Kurzzeitansicht zu öffnen

 

Nun ist die Analyzer Ansicht in zwei Hälften geteilt. Auf der linken Seite ist die Langzeitansicht, und auf der rechten die Kurzzeitansicht:

Langzeit- und Kurzzeitansicht

Abbildung 3.9. Langzeit- und Kurzzeitansicht

 

Die beiden Ansichten sind miteinander verbunden. Wenn Sie den Mauszeiger über die Langzeitansicht auf der linken Seite bewegen, zeigt die Kurzzeitansicht auf der rechten Seite eine detaillierte Darstellung für den Zeitpunkt auf den Sie zeigen. Im aktuellen Beispiel ist nur die Tonhöhe aktiviert, daher zeigt die Kurzzeitansicht eine blaue Linie mit der exakten Tonhöhe der Mauszeigerposition, und sie zeigt auch den Notennamen für diese Tonhöhe in grossen Buchstaben.

Folgen Sie der Tonhöhenlinie auf der linken Seite mit dem Mauszeiger, und beobachten Sie wie sich die Anzeige auf der rechten Seite verändert. Wenn der Mauszeiger die Langzeitansicht verlässt, springt die Kurzzeitansicht zu dem Zeitpunkt, auf dem sich die grüne Zeitcursorlinie befindet.

3.7. Auswahl abspielen

Die Sängerin in der Beispielaufnahme singt die Note Cis. Drücken Sie auf die schwarze Cis Taste auf dem Klavier (in Abbildung 3.10 rot hervorgehoben), um sich diese Note anzuhören. Nun drücken Sie den Abspielen Knopf auf der Symbolleiste, oder drücken Sie die Leertaste auf Ihrer Tastatur, um die Aufnahme abzuspielen. Hören Sie selbst ob die Sängerin den Klavierton trifft.

Nun werden wir einen Teil der Aufnahme auswählen. Halten Sie das Abspielen an, indem Sie die Leertaste drücken, oder auf den Stop Knopf auf der Symbolleiste drücken. Klicken Sie nun auf Ansicht Ganz herauszoomen um die gesamte Aufnahme anzuzeigen. Klicken Sie nun in die Analyzer Ansicht auf die Zeitposition 1,0 Sekunden, und ziehen Sie den Mauszeiger mit gedrückter Taste bis zur Zeitposition 3,0 Sekunden. Klicken und Ziehen in der Analyzer Ansicht erzeugt eine neue Auswahl, die durch einen weissen Rahmen und einen andersfarbigen Hintergrund erkennbar ist. Sie können die Ränder der Auswahl mit der Maus verschieben, um so ihren Start- und Endzeitpunkt zu ändern. Tun Sie das nun, bis Sie den Zeitbereich von 1,0 bis 3,0 Sekunden ausgewählt haben. Das sollte so aussehen:

Zeitbereich von 1,0 bis 3,0 Sekunden auswählen

Abbildung 3.10. Zeitbereich von 1,0 bis 3,0 Sekunden auswählen

 

Starten Sie das Abspielen erneut, und hören Sie, wie die Auswahl nun als Schleife wiederholt wird. Sie können die automatische Wiederholung ein- oder ausschalten, indem Sie auf Extras Abspielen wiederholen klicken. Wenn das Wiederholen ausgeschaltet ist, wird ein Drücken der Leertaste die Auswahl genau einmal abspielen, bis Sie die Taste erneut drücken.

Die Auswahl verschwindet, wenn Sie irgendwo auf die Zeitleiste oder die Analyzer Ansicht klicken. Wenn Sie die Auswahl behalten möchten, um beim Abspielen hineinklicken und damit den Zeitcursor versetzen und sich beliebige Stellen anhören zu können, lässt sich die Auswahl sperren, indem Sie auf Bearbeiten Auswahl schützen oder auf den Auswahl schützen Knopf auf der Symbolleiste klicken. Probieren Sie es aus. Machen Sie eine Auswahl, schützen Sie sie, starten Sie das Abspielen, und klicken Sie dann auf verschiedene Zeitpunkte auf der Zeitleiste. Vergessen Sie nicht, die Auswahl wieder zu entsperren, wenn Sie mit ihr fertig sind.

3.8. Spektrogramm

Bis jetzt haben wir uns nur die Tonhöhenlinie angeschaut, welche die Grundfrequenz der Aufnahme darstellt. Nun werden wir noch das Spektrogramm dazunehmen, welches zeigt, wie laut die Aufnahme an jeder Stelle der Frequenzskala ist. Klicken Sie auf Extras Einstellungen oder drücken Sie den Einstellungen Knopf auf der Symbolleiste um das Dialogfenster Einstellungen zu öffnen. Klicken Sie dort in der linken Spalte auf Analyzer Ansicht , um den Dialog Analyzer Ansicht auszuwählen:

 

Analyzer Ansicht Einstellungen

Abbildung 3.11. Analyzer Ansicht Einstellungen

 

Klicken Sie auf die Spektrogramm und Spektrum Schaltflächen auf dem Dialog so dass er genau wie auf Abbildung 3.11 aussieht. Drücken Sie nun den OK Knopf um das Dialogfenster zu schliessen.

Nun sollten Sie bereits das Spektrogramm und das Spektrum sehen, aber die Anzeige ist wahrscheinlich vom vorherigen Schritt dieses Tutorials noch sehr weit hereingezoomt. Klicken Sie auf die Profilliste auf der Symbolleiste und wählen Sie das Profil Standard Frequenzumfang aus. Klicken Sie dann auf Ansicht Ganz herauszoomen . Jetzt sollte Ihr Bildschirm etwa so aussehen:

Anzeige von Spektrogramm und Spektrum

Abbildung 3.12. Anzeige von Spektrogramm und Spektrum

 

Abbildung 3.12 zeigt wieder die Langzeit- und Kurzzeitansichten, aber diesmal beinhalten sie nicht nur die Tonhöhenlinie, sondern auch das Spektrogramm (in der Langzeitansicht), und das Spektrum (in der Kurzzeitansicht). Sie können einstellen, wieviele Details auf Spektrogramm und Spektrum sichtbar sind, indem Sie die Schieber für Helligkeit und Kontrast auf der Symbolleiste anpassen (in Abbildung 3.3 gezeigt).

Das Spektrum and Spektrogramm zeigen die Intensität (oder Lautstärke) der einzelnen Frequenzanteile eines Klanges. Um besser zu verstehen was das heisst, werden wir eine andere Funktion von Overtone Analyzer benutzen: den Frequenzfilter.

3.9. Frequenzfilter

Falls Sie die Zeitauswahl aus dem vorherigen Schritt nicht mehr haben, wählen Sie nochmals den Zeitbereich von 1 bis 3 Sekunden aus. Schützen Sie die Auswahl indem Sie auf Bearbeiten Auswahl schützen klicken, oder den Auswahl schützen Knopf auf der Symbolleiste drücken. Positionieren Sie den Zeitcursor in der Mitte indem Sie in der Analyzer Ansicht auf 2,0 Sekunden klicken.

Klicken Sie nun auf Filter Neuen Frequenzfilter einfügen . Ihr Bildschirm sollte nun etwa so aussehen:

Frequenzfilter einfügen

Abbildung 3.13. Frequenzfilter einfügen

 

Der graue Rahmen zwischen 200 und 400 Hertz ist der Frequenzfilter. Er entfernt alle Frequenzen ausserhalb seines Bereiches. Starten Sie das Abspielen, um sich den Effekt des Filters anzuhören. Nun, während das Abspielen läuft, bewegen Sie den Filter nach oben und unten, indem Sie seinen Rahmen mit der Maus verschieben. Das Spektrum auf der rechten Seite zeigt eine weisse Umrisslinie des gefilterten Bereichs, während der ungefilterte und damit hörbare Teil farbig gezeigt wird. Sie können die Breite des Filters verändern, indem Sie die roten Griffe in der Mitte verschieben.

Klicken Sie nun auf Filter Gefilterte Frequenzbereiche ausblenden um den Filter zu invertieren. Anstelle die Frequenzen ausserhalb des Filters zu löschen, entfernt der Filter nun die Frequenzen innerhalb seines Bereichs. Er machht sozusagen ein Loch ins Spektrum. Um das besser sehen zu können, stellen Sie den Helligkeitsschieber auf der Symbolleiste auf -10 dB, und den Kontrastschieber auf 40 dB. Verschieben Sie den Frequenzfilter auf den Bereich von 400 bis 700 Hz, so dass er die zweite Harmonische in der Aufnahme entfernt:

Subtraktiver Frequenzfilter

Abbildung 3.14. Subtraktiver Frequenzfilter

 

Abbildung 3.14 zeigt im Spektrum einen Umriss der zweiten Harmonischen, während die anderen Harmonischen in Farbe sind. Starten Sie das Abspielen erneut und bewegen Sie den Filter auf und ab, um seinen Effekt zu hören.

Um den Filter zu entfernen, klicken Sie auf das rote Kreuz in seiner rechten oberen Ecke.

3.10. Obertonschieber

Der Frequenzfilter ermöglicht Ihnen, sich die einzelnen Harmonischen (oder Obertöne) in einer Aufnahme anzuhören, und der Obertonschieber ist ein Werkzeug, mit dem Sie sehr leicht die Obertöne zählen und einem Notenwert oder einer Frequenz zuordnen können. Stellen Sie sicher, dass Sie noch eine Zeitauswahl haben. Klicken Sie dann auf Schieber Notenschieber auf Auswahl einfügen . Es erscheint ein Schieber auf der Grundfrequenz des Auswahlbereiches.

Zeigen Sie mit der Maus auf den Schieber, und ziehen Sie das rote aufwärtsgerichtete Dreieck nach oben, um die Anzahl der dargestellten Obertöne des Schiebers zu erhöhen:

Anzahl der angezeigten Harmonischen des Obertonschieber erhöhen

Abbildung 3.15. Anzahl der angezeigten Harmonischen des Obertonschieber erhöhen

 

Scrollen Sie die Frequenzskala etwas nach unten, und zoomen Sie sie etwas heran, bis Sie genug Details von dem Obertonschieber sehen. Der Schieber zeigt Ihnen die theoretischen Obertöne, die zu einem bestimmten Ton gehören (genauer gesagt sind es alle ganzzahligen Vielfachen der Grundfrequenz). Die Textfelder auf den Schieberlinien zeigen die Nummer der Harmonischen, die Musiknote, und die Frequenz des jeweiligen Obertones. Das darunterliegende Spektrogramm zeigt die Obertöne, die tatsächlich in der Aufnahme enthalten sind. Klicken Sie auf die Textfelder des Obertonschiebers und bewegen Sie die Maus mit gedrückter Taste hoch und runter, um die Obertonreihe anzuhören, die zu dem Grundton des Schiebers gehört. Vergleichen Sie dies mit dem Klang der echten, in der Aufnahme enthaltenen Töne, die Sie mit dem Frequenzfilter hören konnten.

3.11. Zusammenfassung

Damit sind wir auch schon am Ende dieser Kurzanleitung. Sie haben die Grundlagen davon gelernt, wie Sie mit Overtone Analyzer Ihre Stimme oder Ihr Instrument aufnehmen und visualisieren können, und Sie haben eine Einführung in die elementaren Funktionen der Benutzeroberfläche der Software erhalten. Hier nochmal die wichtigsten Punkte zur Erinnerung:

  • Wählen Sie das gewünschte Mikrofon aus, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Eingangslautstärkefeld auf der Symbolleiste klicken.

  • Strg-Leertaste beginnt die Aufnahme. Leertaste startet das Abspielen, oder stoppt das aktuelle Abspielen oder Aufnehmen.

  • Achten Sie während der Aufnahme immer auf die Eingangspegelanzeige um sicherzustellen, dass die Aufnahme nicht übersteuert.

  • Benutzen Sie die Maus auf der Frequenzskala und Zeitskala zum Scrollen und Zoomen. Klicken & ziehen Sie die Skala um zu scrollen, und benutzen Sie das Mausrad oder die 1 and 2 Tasten zum Zoomen.

  • Die Langzeitansicht zeigt einen Zeitbereich mit dem Spektrogramm und/oder dem Grundton. Die Kurzzeitansicht zeigt einen Detailausschnitt vom Zeitpunkt, auf dem sich der Zeitcursor in der Langzeitansicht befindet.

  • Machen Sie eine Zeitauswahl, indem Sie ins Spektrogramm klicken und ziehen. Die Auswahl wird in einer Schleife abgespielt, wenn das automatische Wiederholen aktiviert ist. Sie können die Auswahl schützen, damit Sie in sie hineinklicken können, um die Abspielposition zu versetzen.

  • Das Spektrum zeigt die Intensität (oder Lautstärke) der einzelnen Frequenzanteile eines Klanges. Das Spektrogramm zeigt, wie sich das Spektrum mit der Zeit verändert.

  • Stellen Sie die Helligkeits- und Kontrastregler auf der Symbolleiste ein, um die sichtbaren Details im Spektrogramm optimal anzupassen.

  • Der Frequenzfilter kann einzelne Harmonische oder Frequenzbereiche aus einer Aufnahme herausfiltern und ermöglicht, diese separat anzuhören, oder sie zu entfernen.

  • Benutzen Sie die Obertonschieber um die theoretischen Harmonischen, die zu einem Grundton gehören, zu zählen und anzuhören.

Nächste Schritte

Schauen Sie in das Kapitel Benutzerschnittstelle in der Programmreferenz für eine ausführlichere Beschreibung der hier vorgestellten Funktionen.

Das Kapitel Anwendungsbeispiele hat Anleitungen für bestimmte Aufgaben und Arbeitsabläufe.